Freitag, 9. Mai 2014

der erste Geburtstag ohne Mutter

Heute wäre Mutter 77 geworden, es ist der erste Geburtstag ohne sie, Vater fällt es schwer. Er muss oft an sie denken und an sein Leben mit ihr. Sie fehlt ihm.

Herzlichen Glückwunsch Mutter, wo immer Du bist, wir denken an Dich!

Mittwoch, 15. Januar 2014

Auf Wiedersehen!

Mutter wünscht allen ihren Bloglesern lebe wohl!




Wir haben uns von ihr verabschiedet.
Es war ein schwerer Gang, aber nun geht es ihr gut,
wo immer sie ist, ihr Leid hat ein Ende!

Lebe Wohl Mutter!

Montag, 13. Januar 2014

Vater hat Abschied genommen


Heute war ein trauriger Tag, denn es war die Trauerfeier für unsere Mutter. Vater kann es noch gar nicht glauben, dass seine Frau nicht mehr da ist, mit der er 55 Jahre verheiratet war.

Der Spruch auf der Schleife war ihm wichtig. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen.

Sonntag, 5. Januar 2014

Leb wohl Mutter!

Mütter sterben nicht. Gleichen alten Bäumen.
In uns leben sie und in unsren Träumen.
Wie ein Stein den Wasserspiegel bricht,
zieht ihr Leben in dem unsren seine Kreise.
Mütter sterben nicht, Mütter leben fort auf ihre Weise
- Verfasser unbekannt -

Heute ist unsere Mutter gestorben.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Erinnerung

Mutters letzter vollständiger Quilt, hängt jetzt an der Bürotüre ihrer Ältesten Tochter und verbreitet im Advent Weihnachtsstimmung. Wer Mutter kennt, der weiß, dass sie niemals, aber auch wirklich niemals zu ihren gesunden Zeiten einen solchen Quilt auch nur gezeigt hätte, geschweige denn verschenkt. Aber genau darum ist er so schön, weil er so verletztlich ist. Auf dem Foto sieht man das nicht, da muss man schon davor stehen. Es ist auch kein Quilt, es sind aufgenähte Stoffstückchen, aber er ist wunderschön, es ist ihr letztes vollständiges Werk und es ist eine wunderschöne Erinnerung an Mutters Kreativität.

Montag, 18. November 2013

auf und ab

Es geht Mutter wieder besser, sie kommt aus dem Krankenhaus, wo sie liegt und gar nicht mehr da ist. Ich finde diese Vorstellung furchtbar und ich weiß, sie hätte das so nie gewollt, aber so ist es nun. Immerhin geht es ihr besser. Immerhin das.

Samstag, 16. November 2013

dramatische Verschlechterung

Gestern wurde Mutter ins Krankenhaus eingeliefert, es ging ihr seit dem Morgen nicht gut und am Nachmittag trat eine dramatische Verschlechertung ein und der Notarzt wurde gerufen. Nun sucht man, was sie haben könnte. Fragen, wo es ihr weht tut, kann man sie ja leider nicht mehr.

Vater war erst sehr geschockt und völlig aufgelöst. Jetzt geht es ihm besser. Was uns erwartet, wissen wir nicht. Ich weiß auch nicht, was ich Mutter wünschen soll. Dass es ihr bald besser geht, so oder so.

Freitag, 18. Oktober 2013

Mutters Land des Lächelns

Es gibt nicht allzuviel zu berichten von Mutter, sie wird halt immer weniger, nun ist sie ein kompletter Pflegefall, manchmal reagiert sie noch auf Vater, aber es ist selten geworden. Sie kann nun nichts mehr. Aber sie lächelt oft. Vielleicht geht es ihr ja gut.

Montag, 20. Mai 2013

Auftauchen

Vater war heute ganz erschüttert und gerührt, Mutter, die doch immer weiter versinkt in ihrer Welt, die kaum noch teilnehmen kann am Alltag, schlug heute die Augen auf, sah ihn klar und deutlich an und sagte mit fester Stimme "du passt schön auf mich auf" und dann war sie wieder versunken.

Demenz ist nicht ein gleichbleibendes weg-sein, Demenz ist ein Auf und Ab in einem stetigen Versinken. Wo es auch immer wieder ein Auftrauchen gibt.

Sonntag, 28. April 2013

Frühling im Wendland

Es ist Frühling und an Mutters Lieblingsbaum in ihrem Garten blühen die Knospen. Und sie kann es nicht mehr sehen. Und sähe sie es, sie könnte es nicht mehr aufnehmen. Mitte April schien es, als käme sie wieder zurück, sie sprach sogar mit Vater!! Antworte auf seine Fragen, sprach ihn mit seinem Namen an. Uns war allen klar, dass dies nur ein weites Auf bei vielen Auf's und Ab's ist und dem folgt unweigerlich ein Ab. Sie ist nun wieder in ihrer Welt und reagiert fast gar nicht mehr. Sie hat sogar für einen Tag das Schlucken eingestellt. Nahrungsaufnahme war also nicht möglich. Vater war der Verzweifelung nahe, was aber wohl daran liegt, dass er viel mehr nicht mehr tragen kann.

Und es wird endlich Frühling und alles will blühen.

Sonntag, 7. April 2013

Thrombose

Dies ist der Blick aus Mutters Fenster in ihrem Zimmer. Sie kann das gar nicht mehr wahr nehmen. Doch manchmal antwortet sie auf Vaters Fragen. Heute fragte er sie, ob es ihr gut ginge und sie sagte leise aber verständlich "nein".

Es geht ihr wirklich nicht gut. Die Thrombose, die dann tatsächlich festgestellt wurde, ist fast weg, sie bekommt jeden Tag zwei Spritzen dagegen. Das Pflegeheim ist sehr gewissenhaft und wir sind wirklich sehr froh, dass sie dort so gut untergebracht ist. Aber es geht Mutter halt nicht gut, wie soll es jemandem auch gehen, der Alzheimer fast in der Endphase hat?

Donnerstag, 4. April 2013

Verdacht auf Thrombose

Mutter in ihrem neuen therapeutischen Rollstuhl, in dem sie so bequem sitzen und liegen kann. Denn nur im Bett liegen geht nicht. Sie braucht Bewegung.

Gestern allerdings ist sie ins Krankenhaus gekommen, Verdacht auf Thrombose, das war sehr dramatisch, eine Demenzerkrankung, Pflegestufe III und dann im Krankenhaus, das alleine ist schon ein Akt.

Vater ist jetzt erstmal wieder hingefahren, wir wissen noch nicht genau, was weiter geplant ist. Mutter ist so verloren dort im Krankenhaus, weil sie ja gar nicht weiß, wo sie ist, was los ist. Hoffentlich kann sie bald wieder raus!

Donnerstag, 28. Februar 2013

Mutters Spuren überall

Seit einer Woche wohne ich nun alleine im Haus meiner Großeltern, habe mir mein Büro neu eingerichtet und traurig daran gedacht, wie gerne ich mit Mutter dekoriert habe, sie konnte das so wunderbar. Wie oft hat sie mir grad hier oben im Zimmer geholfen, hatte Ideen und hat auch für mich Gardinen und ähnliches genäht. Das alles gibt es nur noch in der Erinnerung. Mutter kann nichts mehr. Nicht mal mehr ein Glas Wasser halten, sie kann nichts. Es ist so traurig.

An der Wand hängen vier bunte Bilderrahmen, darinnen sind von ihr liebevoll gefertigte Quilts, richtige kleine Kunstwerke, mit passenden Knöpfen verziert, das sieht so schön aus. Als sie noch zu Hause wohnte, war sie sehr stolz darauf, nun hängen sie bei mir und ich bin froh darüber, denn ich erinnere mich so gerne daran, wenn Mutter und ich dekoriert haben. Sie hatte immer die tollsten Ideen.

Ach Mutter, ich würde Dir das so gerne zeigen!

Dienstag, 8. Januar 2013

kaum noch da

Mutter ist kaum noch da, sie erkennt uns nicht mehr, Vater hatte sie immer noch erkannt, doch auch ihn kann sie nicht mehr einordnen. Sie fühlt noch, dass er zu ihr gehört, das hat uns ja der Medizinprofessor auf der Alzheimer-Veranstaltung erklärt. Das Gefühlszentrum bleibt erhalten. Sie wird auch immer ruhiger, wenn Vater da ist.

Aber sie wird von Tag zu Tag weniger. Bald liegt sie nur noch, gehen kann sie schon lange nicht mehr, sie wird im Rollstuhl hin und hergeschoben. Sie spricht mit niemandem mehr, abgesehen davon, dass sie nicht sprechen kann, aber sie nimmt auch keinen Kontakt mehr auf. Da ist so gut wie nichts mehr.

Alzheimer ist ganz grausam. Für alle. Wenn Mutter doch nur gehen könnte, das viele Liegen ist gar nicht gut für sie und macht alles nur noch schlimmer. Doch der Gedanke, dass Mutter fort geht, ist so schwer. Und er tut so weh.

Freitag, 30. November 2012

Ärzte mit Zeit

Heute war Vater beim Arzt, weil Mutter doch solche "Schmerzen" hat, sie schreit seit zwei Wochen fürchterlich, wenn man sie berührt. Der Arzt nahm sich trotz vollem Wartezimmer eine halbe Stunde Zeit, Vater konnte ausführlich mit ihm reden. Der Arzt rief sogar im Pflegezentrum an und sprach lange mit der Leiterin. Keine guten Nachrichten. Bei solch einer weit fortgeschrittenen Demenz sterben die Betroffenen innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre. Er könne ihm diese Wahrheit leider nicht ersparen, und sei sie auch noch so schrecklich. Er müsse sich einfach darauf einstellen.

Der Arzt hat seine Mutter auch an Alzheimer verloren, er weiß also, wovon er spricht.

Vater hat sich alles tapfer angehört.

Sonntag, 25. November 2012

Abschiedsfitzelchen

Wir müssen von Mutter Abschied nehmen, so, wie wir sie kannten, gibt es sie nicht mehr, nicht mal mehr ein Fitzelchen davon ist noch da. Sie spricht nicht mehr, sie macht nichts mehr, sie kann nicht mehr alleine essen. Vater fährt jeden Tag zu ihr, füttert sie, sie sitzt nur noch im Rollstuhl oder liegt im Bett, laufen kann sie kaum noch und das sowieso nur mit viel Hilfe.

Weihnachten werden wir alle bei ihr sein. Aber sie wird nicht wissen, dass Weihnachten ist, was Weihnachten ist und ob sie dann noch weiß wer wir sind, wage ich zu bezweifeln. Vater erkennt sie noch. Immerhin.


Sonntag, 11. November 2012

still geworden

Es ist still geworden um Mutter und auch Mutter ist still geworden. Sie spricht kaum mehr und wenn, dann so leise, dass man sie kaum verstehen kann. Sie wurde vom Arzt untersucht, die Ergebnisse stehen noch aus, aber die Stille, die sei "normal", so ist es eben, wenn jemand Alzheimer hat, oder so kann es sein. Bei Mutter ist es so.

Sie geht, ganz leise und still geht sie immer mehr.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

eingelebt

Mutter hat sich in ihrem neuen Zuhause richtig gut eingelebt, Vater ist ganz überrascht und auch erleichtert. Sie ist kaum noch schlecht drauf, wirkt immer ausgeglichen und nimmt regen Anteil an der Gemeinschaft. Sie wird gelassen, das ist wohl das wichtige, sie kann dort sein, wie sie ist, keiner nimmt Dinge weg, räumt etwas fort, korrigiert sie, alles dort ist auf Menschen mit Demenz ausgerichtet. Und das tut Mutter gut.

Es war die richtige Entscheidung, auch wenn es uns allen, am meisten Vater, so schwer gefallen ist.

Montag, 1. Oktober 2012

das letzte Frühstück zu Hause

Mutter ist ausgezogen, sie lebt jetzt in einer Gruppe für betreutes Wohnen und dort geht es ihr wirklich gut. Wir haben sie gebracht, die Fahrt war furchtbar, der ganze Morgen war furchtbar, wir hatten die schlimmsten Befürchtungen, doch als wir in ihrer Wohngruppe vorfuhren und die Schwester sie mit offenen Armen fröhlich begrüßte, war alles Schlimme verflogen und sie lachte und freute sich. Wie ausgewechselt. Vater war sehr leichtert.

Nun lebt sie nicht mehr zu Hause, es fällt uns allen schwer, auch wenn wir wissen, es ging nicht mehr anders. Der Gedanke ist ganz schwer.

Freitag, 21. September 2012

Mutter zieht um

Etwas geht zu Ende und etwas fängt neu an. So ist es im Leben, wenn Kinder das Haus verlassen, wenn sie selber nur an das schöne neue denken, voller Erwartung, was kommen mag... und die Eltern mit einem lachenden und einem weinenden Auge dem neuen Lebensabschnitt auch für sich selber entgegen sehen. Aber auch, wenn die Ehefrau nun das letzte Mal umzieht, in eine Wohngruppe für an Demenz erkrankte alte Menschen, auch dann fängt etwas neues an, nur dass es ohne wirkliche Vorfreude geschieht. Weil es einfach nur traurig ist.

Vater, der gestern alles klar gemacht hat, weil es zu Hause nicht mehr geht, er meinte nur leise "aber traurig bin ich ja doch". Sein Eheleben endet nun, die Gemeinsamkeit endet. Auch wenn es schon lange nicht mehr einfach so lebbar war, wenn es mehr Mühsal war und oft auch Verzweifelung, es endet nun. Und das ist eine schmerzhafte Erkenntnis.

Ich fahre kommende Woche hin und werde Vater unterstützen, so gut es geht.


Dienstag, 21. August 2012

zerfaserte Kinderseelen

Heute sprach ich mit meiner Psychoonkologin über die Auswirkungen von fortgesetzten Misshandlungen auf Kinder. Über zerfaserte Seelen, die versuchen, in sich selbst einen Halt zu finden und das gelingt ihnen nicht.

Es ging nicht um mich. Es ging um Mutter. Und ich sprach über das Buch, was ich gerade schreibe, über Alzheimer. Wie diese Krankheit eine Familie verändert und ich sprach über die Stärke, die Mutter mir mitgegeben hat.

Meine Krebserkrankung hat meinen Blick auf Mutter verändert. Ich weiß nicht, ob Krebs einen Sinn hat, ich weiss nicht, ob das Leben einen Sinn hat, ob es Sinn überhaupt gibt, ich hoffe es. Hat Alzheimer einen Sinn? Was ist wirklich wichtig im Leben?

Mutter hat mir viel gegeben und das hätte ich nie für möglich gehalten. Wenn Krebs einen Sinn hat, dann den, dass ich erkenne, was meine Mutter mir war.

Sie wird immer weniger. Aber je weniger sie wird, desto mehr ist sie für mich.

Mittwoch, 8. August 2012

immer weniger

Mutter wird immer weniger. Mutter kann immer weniger. In der Tagespflege fühlt sie sich wohl. Nun wird sie bald in ein Hein kommen, wo man sich speziell um an Demenz erkrankte Menschen kümmert. Vater fällt der Schritt schwer, aber er merkt, dass es so nicht mehr geht. Wir alle wissen, dass es besser so ist. Mutter hätte nie gewollt, dass Vater so mit ihr zusammen leben muss. Und doch, etwas endet, etwas, was immer eine feste Größe in unserem Leben war. Schwere Gedanken.

Donnerstag, 26. Juli 2012

Englisch

Mutter sprach zwei Tage nur Englisch mit den anderen in der Demenz-WG. Außer mit Vater, mit ihm sprach sie, wenn er zu Besucht kam, weiterhin Deutsch. Sie hat in ihrer Jugend bei den Alliierten gearbeitet, vielleicht deshalb, vielleicht kehren Erinnerungen zurück, wer weiß es denn.

Heute kommt sie nach Hause zurück, Vater hat sich erholen können, er klang schon ganz anders. Bald fliegt er zu seiner Tochter und seinen Enkelkindern in den Orient. Darauf freut er sich sehr und nun weiß er auch, dass Mutter längere Zeit untergebracht werden kann und er sich keine Sorgen machen muss. Und eine Nachbarin nimmt die Hunde so lange, alles also kein Problem.

Jedenfalls organisatorisch nicht. Alles andere ist nach wie vor schwer. Aber so ist das nunmal mit dieser Krankheit. Das Leichte verschwindet aus dem Leben. Für immer.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Auszeit

Heute wurde Mutter für eine Woche in die Kurzzeitpflege abgeholt, Vater braucht eine Auszeit, er kann nicht mehr. Über kurz oder lang wird sie ganz in die Demenz-WG ziehen, es geht nicht mehr. Doch Vater tut sich mit dem Gedanken so schwer, das gemeinsame Leben "einfach so" zu beenden, wie er sagt. Wir alle wissen, dass es weiß Gott nicht "einfach so" ist, aber er braucht seine Zeit, um damit fertig zu werden.

Und Mutter? Mutter kann keinen einen Satz mehr zusammenhängend sprechen. Und telefonieren kann sie überhaupt nicht mehr.

Vater sagte heute so richtig, das alles ist sehr sehr traurig.

Mittwoch, 27. Juni 2012

Mutter hat Besuch

Mutters jüngste Tochter aus dem Ausland ist für zwei Wochen gekommen, der Alltag hellt sich ein wenig auf. Auch wenn sie gar nicht mitbekommen hat, dass ihre Tochter so lange nicht da war, es ist doch eine Erleichterung für sie. Und bald wird sie probewohnen in einer Demenz-WG! Weil es zu Hause nicht mehr lange gut geht. Vater fällt der Gedanke sehr schwer, aber er weiß auch, dass es besser so ist.

Donnerstag, 7. Juni 2012

es gibt auch gute Nachrichten

Mutter war 5 Tage in einer Demenz-WG und dort ging es ihr richtig gut!! Sie war fröhlich und hat sich sehr wohl gefühlt. Dort käme sie auch hin, wenn sie nicht mehr zu Hause wohnen kann, das Experiment ist also geglückt!! Wir sind alle ziemlich froh darüber.

Es gbit also noch gute Nachrichten.

Freitag, 1. Juni 2012

es rückt näher

Der Tag rückt näher, an dem Mutter nicht mehr zu Hause wohnen kann. Zu berichten gibt es nicht viel, es wird immer trauriger und auch Vater fällt es immer schwerer. Alzheimer ist einfach nur schrecklich.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Herzlichen Glückwunsch Mutter!

Mutter hat heute Geburtstag, Vater hat drei Torten besorgt und mit in die Tagespflege genommen, wo Mutter drei Tage die Woche ist, auch Mittwochs, also heute. Dort wird nun Mutters Geburtstag gefeiert, das wird bestimmt schön, auch wenn Mutter sich am Abend daran wohl nicht mehr erinnern wird.

Sie wird immer weniger, es ist manchmal richtig erschreckend, vor allem ihre Worte werden von Tag zu Tag wirrer. Keiner ihrer Sätze ergibt mehr einen Sinn. Mutter, so wie sie war, das, was sie ausmachte, gibt es nicht mehr. Auch das Telefonieren fällt ihr sehr schwer. Alles strengt sie sehr an.

Wir sind alle sehr traurig.

Dienstag, 3. April 2012

keine Erinnerung

Mutter ist nun drei Mal in der Woche in einer Tageseinrichtung für Dementkranke, dort gefällt es ihr gut, jedenfalls wenn sie nach Hause kommt, ist sie fröhlich und freut sich. Das hält nicht lange an, dann ist sie bitter und schimpft und beschwert sich, aber keiner kann genau verstehen, um was es ihr geht. Ihre älteste Tochter ist wieder zu Hause, aber das erinnert Mutter nicht mehr.
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Sonntag, 18. März 2012

es war einmal

Das haben wir in einer von Mutters Jacken gefunden, einen alten Einkaufszettel, der liegt schon eeeeeewig darin, sie hat nämlich schon lange keinen mehr geschrieben. Es ist, als haben wir ein Stück aus ihrer Vergangenheit gefunden, als sie noch aktiv am Alltagsgeschehen beteiligt war. Jetzt müssen wir immer aufpassen, dass sie nichts anstellt. Den Salzstreuer aufschraubt und den Inhalt auf dem Tisch verstreut und solche Dinge. Ein kurzer unbeobachteter Augenblick kann reichen und der Inhalt des Marmeladenglases fließt in ihre Kaffeetasse. Schimpfen darf man dann nicht, weil sie es nicht versteht, weil sie nicht weiß, dass es nicht richtig ist.

Heute morgen sieht sie noch blauer aus, das Gesicht immer dicker, aber sie hat keine Schmerzen mehr, das ist gut. Morgen muss sie wieder zum Arzt, mal sehen, was der veranlasst.

Arme Mutter.
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Freitag, 16. März 2012

Nasenbein gebrochen

 
Mittags ereilte uns ein Anruf aus der Tagesstätte, Mutter sei gefallen, der Notarzt sei schon auf dem Weg... und so waren wir im Krankenhaus und Mutter hat ein gebrochenes Nasenbein und eine dicke Beule, aber sie kann schon wieder lachen.

Wir sind alle erledigt.
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Donnerstag, 15. März 2012

unerträglich

Der Tag heute mit Mutter war schon schwierig, aber der Abend ist schier unerträglich, sie weint und giftet Vater an und behauptet Dinge, wo wir uns fragen, wo hat sie das nur her. Wenn sie nicht aufräume, müsse sie ausziehen, behauptet sie mit bitterer Stimme und schreit dann ganz laut, als habe man ihr Schmerzen zugefügt. Ich will sie ins Bett bringen, sie steht davor und sagt, das sei nicht ihr Bett und schaut mich verzweifelt an.

Sie ist in einer ganz anderen Welt, wir können sie nicht mehr erreichen, jedenfalls heute Abend nicht. Nun liegt sie weinend im Bett und auch da können wir ihr nicht helfen, sie lässt sich nicht beruhigen.

Dieses Foto ist 1971 in Spanien entstanden, meine Mutter als Diva, so gab sie sich gerne und das war auch etwas, was sie verkörpern konnte. Heute ist davon nichts mehr übrig.

Wir hoffen, der morgige Tag wird besser.
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Samstag, 10. März 2012

Bereitschaft zu ertragen

Das ist Mutter, so, wie wir sie kannten, aktiv, lustig, immer mittendrin. Sie war diejenige, die den Haushalt aufrecht gehalten hat mit ihren Aktvitäten, die sich um alles kümmerte und dafür sorgte, dass es so war, wie es sein sollte. Davon hat der Alzheimer nicht mehr viel übrig gelassen, nun ist es Vater, der sich kümmern muss, der alles macht und für alles sorgt.

Zum Leben gehört alles, nicht nur die schönen Zeiten, wo alles wunderbar war und gut lief. Auch die schlechten Zeiten, wo nichts mehr geht und der Alltag eine Mühsal ist, die gehören auch dazu. Anselm Grün hat es so ausgedrückt, er sagte, damit das Miteinander gelingt, braucht es die Bereitschaft, den anderen in Liebe zu ertragen.

Alzheimer ist ertragen pur.
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Donnerstag, 8. März 2012

Mutter mit Mutter

Mutter weint nun oft, sie will zu ihrer "Mutti" und befindet sich offensichtlich in ihrer Kindheit. Hier sitzt sie mit ihrer Mutter auf unserem großen Balkon im Rheinland, dort waren die beiden so glücklich. Das ist jetzt bald 16 Jahre her. Oma und Mutter hingen sehr aneinander. Sie waren so froh, dass sie zusammen wohnten. Und jetzt sucht Mutter so oft ihre Mutter, mit der sie so gerne zusammen war.
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Freitag, 2. März 2012

früher

Das ist Mutter im Jahr 1994, da stand sie noch aktiv im Berufsleben, war fit und krativ und voller Ideen. So haben wir sie immer noch in Erinnerung, auch wenn sie heute für uns eine völlig andere ist. Eine völlig andere Person.
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Bischofsmützchen

Das ist unser Mütterlein an ihrem Lieblingsplätzchen mit ihrem "Bischofsmützchen", das sie so gerne trägt, weil es ihren Kopf wärmt. Dort trinkt sie auch so gerne ihren Karokaffee, wie ihn ihre Mutter auch so liebte und nach der sie jetzt immer öfter ruft. Oft befindet sich Mutter jetzt in der Zeit ihrer Kindheit, dann fragt sie "wo ist denn die Mutti?" und hört gar nicht hin, was wir ihr sagen, wir sagen auch nichts mehr, es ist besser, sie da zu lassen, wo sie ist.
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Donnerstag, 1. März 2012

Festessen

Das war das Geburtstagsessen von Mutters ältester Tochter, die mal die Eltern so richtig lecker bekochen wollte. Weggehen können wir mit Mutter ja nicht mehr. Sie wird zusehends weniger, ihre Sprache verschwindet, jeden Tag ist ein Sack voll Worte hinfort, oft versteht sie uns auch nicht, weil sie einfach nicht mehr weiß, was die Worte bedeuten. Und am späten Nachmittag eines jeden Tages wird Mutter traurig, dann weint sie und will nach Hause und lässt sich kaum beruhigen. Diese Verzweifelung hält ungefähr zwei Stunden an, dann ist sie genauso schnell weg, wie sie gekommen ist.

Der Alltag mit Mutter wird immer schwieriger. Und wenn die Tochter bald wieder im Rheinland ist, wo ihre Krebsnachsorger weiter geht, dann ist Vater mit Mutter alleine und auf Pflegedienste angewiesen, denn er muss ja auch mal das Haus verlassen.

Mutter kann nicht mehr alleine bleiben, keine Sekunde. Wirklich, keine Sekunde.
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Sonntag, 19. Februar 2012

der Kracher

Das war Mutter, wie sie mit ihren Eltern auf einer Feier der Firma ihres Vaters war, da erzählte Oma noch sehr lange von, wie schick Mutter war, keine 20 Jahre alt, der Kracher der ganzen Feier. Mutter war immer irgendwie der Kracher, sie sah immer schick aus und wusste sich zu kleiden.

Davon ist heute nicht mehr viel übrig geblieben, nur manchmal, da blitzt sie noch durch, ihre Kreativität. Mutter wird immer weniger, manchmal erkennt sie uns nicht, manchmal weiß sie nicht, wo die Toilette ist, und jeden Abend will sie nach Hause.

Aber es gibt auch schöne Stunden, wo wir viel lachen, wo sie singt und wo es ihr gut geht.

Alzheimer verändert eine Familie, Alzheimer verändert das ganze Leben.
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Dienstag, 31. Januar 2012

alles verschwindet


Das ist die Aussicht aus Mutters Wohnzimmerfenster, wenn der Morgen graut und der Tag beginnt. Sie hat diese Aussicht immer so geliebt, doch jetzt sagt ihr das gar nichts mehr. Ihre Worte werden immer wirrer, immer weniger ist sie zu verstehen, meist gar nicht mehr. Völlig skurrile Sätze sagt sie, ohne jeglichen Sinn, mit Worten, die da nicht hinpassen. "Jetzt hat der Opa dem Hund ein Schäferstündchen auf den Kopf gehauen", was sie uns damit wohl sagen will? Wir können sie nicht mehr fragen.

Und immer öfter erkennt sie uns nicht.

Wir versuchen, ihr das Leben so weit es geht zu erleichtern, gehen auf sie ein, tun so, als verstünden wir sie. Und oft macht uns das sehr traurig.
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Donnerstag, 26. Januar 2012

gekaufte Dunkelheit

Mutter kann immer weniger, versteht immer weniger und kann auch immer weniger sagen. Sie bringt die Worte einfach nicht mehr heraus. Sie vergisst alles. Aber sie ist noch immer sehr findig. Vater brachte sie zum wiederholten Male ins Bett, das ist ja bei Alzheimer auch so ein Problem, dieses nächtliche Umherwandern. Draußen ist dunkel, hörte ich ihn sagen, du musst jetzt schlafen. Mutter wollte aber nicht, ihr fehlten auch die rechten Worte, um dies auszudrücken. Sie überlegte eine Weile und dann sagte sie trotzig: die Dunkelheit habe ich gekauft und da ist ein Loch drin!

Eigentlich ziemlich eindeutig ;-)
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Donnerstag, 19. Januar 2012

da war Mutter auch so gerne

Vor einigen Jahren wurde Mutter in der Tagesklinik des Altmark-Klinikums in Salzwedel behandelt und es hat ihr so gut gefallen dort. Sie weiß nicht mehr viel davon, weil sie alles so langsam vergisst, was in den letzten Jahren passiert ist. Ihre Kindheit hat sie noch sehr präsent, aber die letzten 10 Jahre so gut wie gar nicht mehr. Doch dass sie da war, das weiß sie noch. Jetzt muss ihre Tochter dahin, auch Chemotherapie, und auch ihr gefällt es wirklich gut da. Wenn schon Chemo, dann da.

Mutter vergisst hier zu Hause immer mehr, sie findet kaum noch den Weg ins Bad, weil sie einfach vergessen hat, wo das ist. Und sie will ständig nach Hause. Wenn man ihr sagt, aber Mutter, du bist doch hier zu Hause, dann sagt sie empört QUATSCH!! doch wo sie genau wohnt, das kann sie dann auch nicht mehr sagen, hier jedenfalls nicht.

Und wenn man nicht aufpasst, was sie tut, dann findet man zum Beispiel Vaters Kuchen in der Kramsschublade. Nichts kann man einfach so liegen lassen, weil sie es "sortiert" und wenn man nicht grad zufällig hinschaut, sortiert sie es sonstwohin.

Wie lange mag das hier zu Hause noch gehen? Vater will sie nicht in ein Heim geben, noch geht es. Noch kann er alles soweit bewerkstelligen, aber letzte Woche ist es das erste Mal passiert, dass wir nicht mitbekamen, dass sie auf Toilette musste. Wir passen schon so auf, aber es kann halt passieren, dass man auch dann mal was nicht mitbekommt. Sie hielt ihren Mittagsschlaf, wir hörten nichts und dachten, sie schlummert friedlich. Leider war dem nicht so. Eigentlich hören wir sie dann oben laufen, aber diesmal eben nicht. Und da sie den Weg ins Bad alleine nicht mehr findet...

...war die Reinigungsaktion hinterher entsprechend aufwändig. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo es nicht mehr funkioniert, wo Vater es nicht mehr tragen kann. Manchmal scheint dies in Siebenmeilenstiefeln herbeizueilen.

Alzheimer verändert alles im Zusammenleben, schlichtweg alles.
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Freitag, 6. Januar 2012

Mutters Reise in die Vergangenheit


Mutter war Zeit ihres Lebens eine kreative Frau, sie hat mit Stoffen, Papieren, Farben, Holz, Plastik, ach sie hat mit allem was gemacht, sie hat Kurse abgehalten und Ausstellungen gehabt. Jetzt sitzt sie oft am Tisch und will "arbeiten", aber mit was? Wir haben ihr nun Bastelspielzeug besorgt, sie hat sich gefreut wie ein Schneekönig, und nun ist sie beschäftigt und erzählt, oft mit Worten, die wir nicht verstehen, was sie da kreiert. Sie versinkt dann ganz in ihrer Vergangenheit.

Und wir stehen daneben und sind froh und traurig zugleich. Froh, dass es ihr dann gut geht. Traurig, was der Alzheimer aus ihr hat werden lassen.
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Donnerstag, 29. Dezember 2011

Nerven wie Drahtseile

Mutter steht neben mir am Schreibtisch, sie hat ein Nachthemd an, einen Filzhut und einen leuchtend roten Pullover und redet seit anderthalb Stunden auf mich ein, worum es geht verstehe ich nicht immer, oft geht es um ihre alte Leidenschaft, das Handarbeiten. Sie erklärt mir anhand einiger zusammengesuchter Hosen von mir, meinem Vater und auch ihr, die sie vor mir ausbreitet, welche Farben zusammen passen um gleich im nächsten Satz zu erläutern, was die Frau am Telefon (sie meint offensichtlich die Moderatorin im Fernsehen) alles falsch macht und dann steht sie wieder neben mir und sortiert meine Unterlagen auf dem Schreibtisch, ich kann sie grad noch daran hindern, meine Arztrechnungen wegzuschmeißen, schon ist sie wieder bei den Hosen um kurz danach den Inhalt des Papierkorbs zu sortieren und mich anschließend feste zu drücken, weil ich ihr so viel schenke.

So geht es ohne Unterlass, aber sie ist glücklich, denn sie ist beschäftigt. Und ich beanspruche ein wenig meine Drahtseile. Geht alles ;-))))

Mittwoch, 28. Dezember 2011

völlig durcheinander

Heute war Mutter mit einer ambulanten Pflegekraft alleine im Haus, weil Vater und Tochter in die Klinik mussten, Chemotherapie für die Tochter. Das hat gut geklappt, Mutter sah sehr zufrieden aus, denn sie hat die ganze Zeit erzählt und das tat ihr augenscheinlich gut. Doch keine Stunde später, die Pflegekraft war gegangen, war sie furchtbar durcheinander. Das hat sich bis in die Abendstunden gehalten, sie wurde sehr grantelig und durcheinander. Vater ist überzeugt, dass Mutter mit fremden Menschen letztendlich doch nicht gut klar kommt, wie sie in der Demenz-Tagesstätte war, dort war sie öfters, da war sie abends schier unerträglich. Das dauerte jedesmal zwei Tage, bis sie sich wieder beruhigt hatte.

Wird Vater nun doch nicht erleichtert dadurch?

Samstag, 24. Dezember 2011

Familienkrankheit

Mutter hat es sich neben dem Tannenbaum gemütlich gemacht, auch wenn sie von all dem, was um sie herum passiert, nicht mehr so viel mitbekommt. Der kleine Hund ihrer ältesten Tochter liegt zu ihren Füßen, den liebt sie sehr und es tut ihr gut, wenn das kleine Kerlchen bei ihr ist.

Sie weiß auch nicht mehr, wann Tag und wann Nacht ist, sie geistert oft herum und weckt Vater auf, dem dann der Schlaf fehlt, aber er hält sich tapfer.

Mutter will immer "nach Hause", aber wo das ist, weiß sie nicht, nur dass sie endlich nach Hause will und hier sind so viele fremde Leute, die immer in ihrem Zimmer herumlaufen und etwas von ihr wollen. Und dann spricht sie mit diesen Leuten, schimpft und weint und wir können sie kaum beruhigen.

Ihre älteste Tochter wird nun auch im Krankenhaus in Salzwedel behandelt, und sie versteht, warum sich  Mutter dort damals so wohl fühlte, denn alle sind so freundlich und es ist so eine helle Atmosphäre.

Aber auch das versteht Mutter nicht mehr, und manchmal fragt sie uns, wer sie ist, ob sie tatsächlich unsere Mutter ist.

Alzheimer ist eine Krankheit, die die ganze Familie befällt.

Dienstag, 29. November 2011

Mutter und ihre älteste Tochter bei einem Spaziergang an einem Sonntags, das muss so 1964 gewesen sein. Die Kleider hat sie selber genäht, sie hatten damals sehr wenig Geld und Mutter hat dennoch für sich und ihre Familie die schicksten Sachen genäht.


Das war im Sommer 1959, das "Berliner Mädel" mitten im Nirgendwo im Bergischen Land. Auch das superkurze hochmoderne Sommerkleidchen hatte sie sich selbst genäht, Mutter war schon mit 21 ein Multitalent.

Heute ist davon leider nichts mehr übrig, sie findet immer schwerer die Worte, will etwas sagen und kann es dann doch nicht. Und Handarbeiten sagt ihr gar nichts mehr, sie weiß von dem, was sie einst konnte, nichts mehr.

Montag, 7. November 2011

Vergangenheit Abschied Trauer Hoffnung

Mutter wird immer kränker, oder wie soll man das nennen, bei Alzheimer? Ihr Zustand verschlimmert sich von Tag zu Tag und Vater versucht, so gut wie es geht damit klar zu kommen. Sie will immer "nach Hause", weint viel und ist sehr verzweifelt, weil so viele fremde Menschen in ihrem Zimmer sind und immer was von ihr wollen.

Ihre Stoffe (und dies ist ein Hinweis für alle lieben Frauen, die sich hier gemeldet haben und so liebe Vorschläge gemacht haben) sind mittlerweile alle gut untergekommen. Ich danke Euch für Eure Anteilnahme!!

Es tut weh, dass Mutter so langsam verschwindet, dass von der agilen und taffen Frau so gar nichts mehr übrig ist. Dass sie nichts mehr kann, dass diese vielen Stoffe ihr nichts mehr sagen.

Ich bin aber auch froh, dass aus den Stoffen jetzt Taschen für die Drainagebeutel werden und Herzkissen. Und dass aus den Stoffstückchen etwas für ein Kinderhospiz gefertigt wird. Das macht mich und meine Schwester froh, weil das alles so noch einen Sinn hat. Aber daran erkennen wir eben auch, dass es Mutters Leben so nicht mehr gibt, wie es mal war. Es ist ein langer und langsamer Abschied.

Sie hat ihren Krebs überstanden, der jetzt gar kein Thema mehr ist. Jetzt ist nur noch Alzheimer da und belastet sie und Vater sehr. Nun ist ihre Tochter erfolgreich wegen Krebs operiert worden, und es besteht die gute Hoffnung, dass auch das gut ausgehen wird. Vater hatte daran schwer zu knabbern, erst seine Frau, jetzt auch die Tochter und dann schwebt über allem der Alzheimer.

Mittwoch, 2. November 2011

Mutters Geschichte

Heute habe ich, die Tochter, meiner leseunlustigen Freundin die Geschichte meiner Mutter zum lesen mitgegeben, ich ich gerade schreibe:

Als Mutter fortging
Eine Familie und Alzheimer

so der Arbeitstitel, oder wie sich das nennt. Meine Freundin liest wirklich nicht gerne und ich sah schon an ihrem Gesicht, als ich ihr die ausgedruckten Seiten in die Hand drückte, was sie davon hielt. Sie ist dann nach Hause gefahren und eine Stunde später klingelte das Telefon, sie habe nicht mehr aufhören können zu lesen, weil sie wissen wollte, wie es nun weitergeht... ein schöneres Kompliment kann man jemandem ja gar nicht machen, der eine Geschichte schreibt. Jedenfalls ist mir nun klar, ich werde sie zu Ende schreiben, die Geschichte meiner Mutter, wenn es meine leseunlustige Freundin schon gerne liest, werden es sicherlich noch mehr Menschen gerne lesen und vielleicht wird Alzheimer dann mehr und mehr in der Gesellschaft ankommen. Das hoffe ich. Und es soll ein Andenken an meine Mutter sein, der es immer schlechter geht, die immer weniger Worte hat und immer weniger erkennt.

Letztens fragte sie meine Schwester am Telefon, wass denn die Oma mache. Welche Oma? Na deine Mutter, sagte sie dann. Aber Mama, das bist doch du! Schweigen. Oh, ja, ich hab das verwechselt, das sagt sie dann immer, wenn sie nicht mehr weiter weiß.

Und Vater muss das alles tragen.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

es wird immer weniger...

...was Mutter kann, woran sie sich erinnert. Gestern abend wollte sie sich ein Brot schmieren, sie wusste nicht mehr, wie das geht und Vater bemerkte es erst nicht, doch dann hatte sie die ganze Butter auf das Holzbrettchen geschmiert und legte sorgsam die Käsescheiben darauf.

Das war gar nicht mal das Schlimmste, sondern Vaters Reaktion, der seine Verzweifelung mit Wut verpackte über diesen "Irrsinn" und das wiederum brachte Mutter an den Rand. Vater bemerkte seinen "Fehler" augenblicklich, doch da war es zu spät.

Er bekam sie kaum beruhigt und hatte große Mühe, das alles wieder gut zu machen. Ihm ist nun noch einmal klar geworden, wieviel von ihm abhängt und wie viel er ertragen muss. Mutter meinte dann heute zu ihrer Tochter am Telefon, sie wolle diese Pension verlassen, es sei zwar sehr sauber und ordentlich, aber es gefalle ihr nicht mehr. Es seien zu viele Leute da, die ständig was von ihr wollten.

Die Tochter hatte eigentlich geplant, zu ihnen zu fahren und Vater zu entlasten, aber nun muss sie sich um ihre eigene Krebserkrankung kümmern.

Ob Vater bald einmal Hilfe fremde annimmt? Noch weigert er sich beharrlich.

Freitag, 14. Oktober 2011

immer eine schlimme Stunde

Tagsüber ist Mutter oft ganz gut drauf, auch wenn sie viel vergisst und zunehmend Schwierigkeiten damit hat, ihre Tabletten zu schlucken. Aber nun hat sie fast jeden Abend eine schlimme Stunde, ganz plötzlich ist sie völlig aufgeregt, will sofort nach Hause, beschuldigt Vater, ihr das ganze Geld fortgenommen zu haben und heute behauptete sie gar, sie hätte kein Bett mehr. Und das Bett, was man ihr zugeteilt habe, stinke wegen der vielen Menschen, die darin lägen. Dann weint sie fürchterlich, weil alles so schrecklich ist und das dauert ungefähr eine Stunde, dann ist sie wieder wie vorher.

Wie lange kann Vater das noch tragen?

Montag, 10. Oktober 2011

Familienkrebs

Mutter ist immer verwirrter, sie nimmt die Realität kaum noch wahr. Ihre Tochter ist nun auch an Krebs erkrankt, bereits operiert und wieder zu Hause, doch nun fällt einer weg, der sich um Mutter kümmern könnte.

Manchmal ist es sehr traurig.

Mittwoch, 28. September 2011

immer verwirrter

Mutter wird immer verwirrter, vor allem sieht sie im ganzen Haus Menschen, die da nicht hingehören und die ihr auch Sorgen machen. In ihrem Zimmer sitzen sie, in der Küche, im Wohnzimmer, überall. Und Vater weiß nicht, was er tun soll, ist völlig sprachlos angesichts der Veränderungen seiner Frau. Sie kann sich nun nicht mehr alleine anziehen, abgesehen davon, dass sie schon lange nicht mehr weiß, was zueinander passt und was nicht.

Vater hat bald eine Hilfe, eine Altenpflegerin wird regelmäßig kommen. Denn das mit der Tagespflege musste er aufgeben, es fing so gut an, doch Mutter ist nach den Stunden dort verwirrter als zuvor, sie verkraftet einen Ortswechsel einfach nicht mehr.

Samstag, 17. September 2011

Mutters Quilts

Mutter macht in ihrer Realität ständig Puppen oder fertigt Quilts an, von denen sie so viele schöne schon gemacht hat. Aber sie weiß nicht mehr, wie mit Nadel und Faden umzugehen ist und sie weiß auch nicht, dass sie nichts mehr macht, nur noch in ihrem Kopf. Sie weiß auch nichts mehr mit den vielen Stoffen anzufangen, weiß nicht mehr, was eine Nähmaschine ist und wie man eine Schere benutzt.

In ihrem Zimmer wird der Platz nun für andere Dinge benötigt, für die tägliche Pflege und für Wäsche. Und darum suche ich jetzt eine Frau, die diesen Quilt fertig macht, für den sie all diese Teile gefertigt hat.
Es wäre schön, wenn daraus was entstünde und sich daran jemand erfreuen würde.

Wir sind alle keine Handarbeiterinnen und vielleicht liest hier jemand, der damit was anfangen kann und Mutter hat es nicht umsonst gemacht.

Das wäre wirklich schön.

Freitag, 9. September 2011

immer mehr

Mutter wird zunehmend verwirrter. Sie sieht und hört jetzt ständig fremde Menschen im Haus. Und kann sich an den Tag nicht mehr erinnern, vergisst alles fast augenblicklich. Und fragt immer öfter "wie heißt du nochmal?"

Wir sind alle sehr traurig. Aber Mutter versteht auch das nicht mehr. Wenigstens in der Tagesbetreuung hat sie ein wenig Ablenkung. Und Vater ein wenig Ruhe.

Mittwoch, 31. August 2011

Lichtblicke

Gezwungenermaßen musste Vater Mutter für einen Tag in eine Tagespflegeeinrichtung geben speziell für an Demenz erkrankte Menschen. Wo man sich wirklich mit ihnen beschäftigt, wo sie richtig was tun können. Und er holt Mutter ab und sie ist begeistert, versteht nicht wirklich, was da passiert, aber fühlt sich gebraucht, ist beschäftigt und "muss sooooooo viel tun"!!

Wir haben es ihm schon so lange gesagt und jetzt endlich, weil es nicht mehr anders ging, hat er sie dorthin gebracht. Es kam ihm immer vor wie "weggeben", ich kann doch Mutter nicht einfach weggeben, sagte er immer. Und nun sieht auch er, dass es kein weggeben ist sondern ein geben, den sie bekommt wirklich was gegeben!! Und er auch, einen Tag ausspannen in der Woche ist wirklich viel Wert.

Ein kleiner Lichtblick!

wieder zu Hause

Vater hat Mutter am Montag wieder nach Hause geholt, auch wenn sie noch nicht entlassen werden sollte. Es ging einfach nicht mehr. Ein Krankenhaus ist nicht auf die Betreuung von Demnez-Patienten eingerichtet, zwei Schwestern für eine Station, das kann nicht klappen, wenn dann noch eine demente Patientin dabei ist.

Sie haben sich alle Mühe gegeben, aber sie haben einfach nicht die Zeit dafür. So war Mutter in ihrem Zimmer zwar nicht eingeschlossen, aber die Türe war dennoch verrammelt, damit sie nicht immer weglaufen konnte. Sie war ganz alleine in ihrem Zimmer und wurde immer verworrener, so hat Vater sie nach Hause geholt.

Es geht ihr jetzt ein klein wenig besser, aber ihre Verwirrung wird zunehmend schlimmer, das ist so schrecklich mitzuerleben, vor allem für Vater.

Alzheimer ist einfach nur brutal.

Freitag, 26. August 2011

nächtlicher Sturz

Nun ist passiert, was wir schon lange befürchteten, Mutter ist in der Nacht gestürzt, sie hat in ihrem Zimmer das Licht aus gemacht, obwohl sie das ja nicht sollte und das kleine gedimmte Lämpchen extra für die Nacht da stand. Aber sie hat es aus gemacht, wahrscheinlich die Macht der Gewohnheit, und dann wusste sie im Dunkeln wohl nicht mehr wo sie war und dann hörten wir es poltern und das Ende vom Lied, sie liegt im Krankenhaus.

Jetzt baut Vater hier das Zimmer um, Mutter bekommt ein neues Bett, höher vor allem, damit sie es noch leichter hat, er war beim Pflegedienst, es tut sich nun was. Im Krankenhaus wird sie jetzt durchgecheckt und das Veilchen am rechten Auge leuchtet, denn sie ist auch noch so unglücklich mit dem Gesicht aufgeschlagen, dass Mutter aussieht, als habe sie gegen KlitschK.O. geboxt!

Aber sie so erschöpft im Krankenhausbett liegen zu sehen, das war schon sehr sehr traurig.

Donnerstag, 25. August 2011

guter Tag

Mutter sitzt summend vor dem Fernseher und schaut sich Radrennen an. Heute ist ein guter Tag, es geht ihr besser und sie hat ein wenig Freude. Zwei Tage bin ich noch da und auch wenn sie kein Zeitgefühl mehr hat, versteht sie doch gut, was es für sie heißt. Sie sagt, ich soll mir doch hier eine Arbeit suchen, dann könne ich bei ihr bleiben.

Im Wendland ist es sehr schön, aber es ist eben weit vom Rheinland entfernt. Im Oktober bin ich aber wieder ein paar Tage hier und im Dezember sogar etwas länger. Und meine Schwester kommt vielleicht im November und im Dezember auch. Aber das dauert Mutter alles zu lange, sie ahnt vielleicht unbewusst, dass ihre Zeit knapp wird und auch wir wissen, dass es nicht mehr allzu lange diese Gemeinsamkeit gibt. Sie erkennt uns alle noch, aber wo sie wohnt, das begreift sie schon nicht mehr.

Sonntag, 21. August 2011

Mutters Welt

Heute ist ein schwerer Tag für Mutter, denn heute kam die Erinnerung an ihre gesunde Zeit zurück, wenn auch nur für Minuten, aber sie weinte bitterlich und war völlig verzweifelt. Vater und ich haben ein wenig im Garten gearbeitet, Mutter hielt Mittagsschlaf. Plötzlich stand sie hinter uns und weinte, sie wolle so gerne helfen, aber sie könne nichts mehr, gar nichts. Und dann saß sie am Gartentisch und weinte und weinte und konnte nicht mehr aufhören. Ich kann gar nichts mehr, schluchzte sie und dann weinte sie still eine Weile.

Jetzt ist alles wieder gut, ich habe ihr Kaffee gekocht und alles ist vergessen. Sie wurde dann furchtbar wütend, die Frau soll sich noch mal blicken lassen, die ihr das Denken weg genommen hat! Sie wird wahrscheinlich die Gutachterin meinen, die wegen der Pflegestufe kam.

Mutter sieht jetzt auch ständig Fremde im Haus, dann kommt sie ganz aufgeregt die Treppe runter, in ihrem Schlafzimmer sind lauter fremde Leute und die gehen nicht weg und wir sollen sofort kommen und ihr helfen, die Leute müssen weg. Immer wieder sieht sie Menschen, die gar nicht da sind. Vater braucht wirklich viel Geduld.


Mittwoch, 17. August 2011

kleine Hilfen

Ohne diese Hilfen kann Mutter gar nichts mehr. Sie weiß die Reihenfolge von Brot, Butter und der Käsescheibe nicht mehr, sie weiß nicht mehr, ob zuerst die Socken oder die Schuhe, und was in den Schubladen ist, das weiß sie nur dank der kleinen Hilfen, die wir ihr im Haus angebracht haben.

Die Antidepressiva helfen, sie weint nicht mehr den ganzen Tag.

Und Vater versucht mit all dem klar zu kommen.

Was eigentlich unmöglich ist. Und doch gehen muss.

Samstag, 6. August 2011

Siebenmeilenstiefel

Nun schreitet die Krankheit mit Siebenmeilenstiefeln voran. Mutter fragte Vater, wem denn das Haus gehöre, in dem sie wohnen und ob sie die Schränke benutzen dürfe. Diese Art von Fragen werden täglich mehr. Und Mutter weint sehr viel, eigentlich immerzu. Der Arzt hat ihr jetzt ein Antidepressivum verschrieben, wir hoffen, dass es ihr hilft.

Vater hält sich tapfer. Aber man merkt ihm doch an, dass er erschüttert ist.

Sonntag in einer Woche kommt die älteste Tochter für zwei Wochen zu Besuch. Heute hat sich Mutter darüber gefreut. Und dann gleich wieder vergessen.

Alzheimer. Mehr gibt es nicht zu sagen.

Mittwoch, 20. Juli 2011

abgesagt

Wir mussten die Flüge nach Bahrain absagen, es hat keinen Sinn, Mutters Erkrankung hat einen Riesenschub gemacht und sie ist zu einer weiten Reise nicht mehr in der Lage. Vor einem Monat sah das noch ganz anders aus, aber jetzt müssen wir alle einsehen, dass es weder ihr noch uns etwas bringt. Im Gegenteil, ihre zunehmende Verwirrtheit hat ihre Angst vor der Reise nur noch verstärkt. Sie war nach der Entscheidung erleichtert, wenn sie dann auch vergisst, warum sie erleichtert war... Seit einigen Tagen denkt sie öfters, sie sei im Krankenhaus um dann wieder verwirrt festzustellen, dass sie doch zu Hause ist.

Es ist schade, diese letzte Reise hätten wir ihr so gegönnt.

Montag, 18. Juli 2011

zunehmend verwirrt

Unsere arme Mutter wird immer verwirrter, die Krankheit Alzheimer greift weiter um sich. Wir hoffen alle, dass sie noch einmal nach Bahrain fliegen kann, ihre Tochter fliegt ja mit. Sie freut sich, dann hat sie wieder furchtbar Angst, dann wieder hat sie es vergessen.
Mutter war so aktiv in ihrem Leben, sie hat so viel organisiert, Weihnachtsmärkte, Ausstellungen, organisieren konnte sie gut, sie war sehr erfolgreich. Heute haben wir uns die Bilder von ihr angeschaut, aus ihrer gesunden und aktiven Zeit. Es ist so unglaublich, dass Mutter sich durch diese Krankheit so verändert hat. Das Leben mit ihr wird immer schwerer, Vater hat einiges zu tragen. Zu ertragen.

Es ist traurig. Und es ist verdammt nicht leicht für Vater. Für Mutter auch nicht. Für niemanden.

Mittwoch, 22. Juni 2011

der letzte Urlaub

Mutter fliegt mit ihrer Tochter nach Bahrain, sie hat sich schwer getan mit dieser Entscheidung, aber nun will sie es doch wagen: einmal noch in den Orient.

Es wird ihr letzter Urlaub sein, das wissen alle, und es wird nicht leicht werden, denn sie ist zunehmend verwirrt. Doch sie freut sich auch, einmal noch mit ihren Töchtern gemeinsam Urlaub machen. Und die Töchter freuen sich auch!

Freitag, 27. Mai 2011

Vor 20 Jahren ist dieses Foto entstanden. Wir waren in Österreich in Urlaub, meine Eltern und ich. Nach vielen Jahren bin ich mal wieder mit ihnen in Urlaub gefahren. Es war im März und eigentlich sollte Schnee liegen, viele Urlaub hatten auch Skier auf dem Autodach ;-) Wir hatten ein kleines Häuschen gemietet und unsere Hunde dabei, meine Eltern ihren Schäferhund, ich meinen kleinen schwarzen Knubbel namens Trotzki, hier auf dem Foto nicht zu sehen.

Es war ein schöner Urlaub, gemütlich und ruhig und mit vielen Spaziergängen. Damals ging es Mutter so richtig gut, sie war erfolgreich im Beruf, liebte ihre Familie und genoss den Urlaub. Keiner hat jemals daran gedacht, dass Mutter irgendwann nicht mehr weiß, wie man einen Knopf annäht, ausgerechnet Mutter, die Nähkünstlerin! Die mir schon als kleines Mädchen die schönsten Kleidchen nähte. Mein Lieblingskleid, weiß mit kleinen roten Röschen, ich erinnere es heute noch. Darin kam ich mir so wunderschön vor!

Nun hat Mutter Alzheimer und alles in ihrem Leben hat sich verändert. Sie hat sich verändert. Sie tut und sagt Dinge, die sie früher niemals getan und gesagt hätte. Manchmal bringt sie uns zum Lachen, manchmal ist Vater einfach nur entsetzt.

Noch kommt er mit allem ganz gut klar, aber wir merken immer deutlicher, was das für eine Belastung für ihn ist. Manchmal merkt Mutter es auch, dann wird sie tieftraurig.

Sonntag, 8. Mai 2011

Mittagsschläfchen in der Sonne

Mutter sitzt viel und döst viel und versteht leider nicht mehr viel. Manchmal gelingt ihr das ganz gut, dann ist sie fröhlich und freut sich an den Dingen, die sie umgeben. Aber oft ist sie verzweifelt, weil sie nichts mehr kann, weil ihr nichts mehr gelinegen will und weil sie sich noch erinnet, wie aktiv und kreativ sie doch war. Immer öfter wird sie Nachts wach und geistert durch die Gegend und vergisst, dass Schlafenszeit ist.

Alzheimer ist eine brutale Krankheit, die die gesamte Familie an die Grenze dessen bringt, was sie tragen kann.